Weltmeisterschaft der Belgischen Schäferhunde in Cottbus vom 19. bis 23. Mai 2010

Dieter Heinrich und Baischa

Dieter Heinrich und Báisha errangen mit dem Deutschen Team den dritten Platz bei der Belgier- WM.

Die Qualifikationen, um an dieser WM teilnehmen zu können, musste Dieter über ein Jahr lang sammeln, d.h. er musste möglichst viele Platzierungen erreichen. Ideale Voraussetzung für die Qualifikation wären zehn erste Plätze gewesen, das entspricht 100 Punkten, aber das hat wohl kein Team geschafft. Dieter hatte 94 Punkte und damit eine gute Voraussetzung, dabei sein zu können. Die positive Nachricht, an der WM dabei sein zu können, kam für Dieter Anfang März und zwar sowohl als Start im Einzel als auch für die Mannschaft. Insgesamt durften 8 deutsche Teams zur WM, vier davon starten dann im Mannschaftslauf. In Cottbus waren Teams aus 19 Ländern am Start, die weiteste Anreise hatten wohl die Japaner.

Am Donnerstag war der erste Trainingstag. So konnten sich die Teams mit dem ungewöhnlichen Kunstrasen auseinandersetzen, bisher war keines der deutschen Teams auf einem solchen Boden gelaufen. Die Hunde kamen im Gegensatz zu den Menschen viel besser mit dem Boden zurecht. Der Hundeführer war auf dem Kunstrasen schneller unterwegs und musste dadurch ein anderes Timing haben. Das Training durfte nur 18 Minuten dauern, da die restlichen 135 Teams auch in den Parcours wollten.

Team

Am Freitag war dann der erste Wettkampftag, der mit dem Jumping begann. Die deutsche Mannschaft landete mit drei Null-Fehler-Läufen auf Platz 7. Die Ausbeute mit 3 Nullern war eigentlich Ideal, da der Parcours aber nicht sonderlich schwer war, hatten viele Mannschaften ein solch gutes Ergebnis. So wurde die Zeit zum entscheidenden Faktor. Die Stärke der deutschen Mannschaft lag mit Sicherheit mehr in den anspruchsvolleren Parcours, insbesondere den sauberen Kontaktzonen und die Mannschaft konnte am zweiten Tag im A-Lauf sicher noch aufholen. Beim A-Lauf wurde in umgekehrter Reihenfolge gestartet und die deutschen Teams kamen als 7. letzte dran. Die Teams waren sehr schnell, mussten aber 5 Fehlerpunkte mitnehmen. Das reichte für den 3. Platz und die deutsche Mannschaft stand damit wieder einmal – nach 2008 - auf dem Treppchen. Weltmeister wurde Frankreich und Vizeweltmeister Italien, die beide ohne Fehler blieben.

Dieter und Baischa

Jeder der insgesamt 135 Teilnehmer hatte am Freitag und Samstag die Chance, sich in zwei Läufen für die Einzelläufe zu qualifizieren, das hieß, man musste einmal unter den ersten zehn landen. Dieter hatte am Freitag viel Pech, da die Parcours wieder nicht sehr schwierig waren und sich hauptsächlich über den Zeitfaktor entschieden. Die Stärke von Dieter und Báisha liegen nun mal eher in kniffligen Parcours. Dieter musste also viel riskieren, um an die Spitze heranzukommen. Da entscheidet dann schon einmal ein zu großer Bogen, ob man unter den ersten 10 oder 20 ist, hier liegen die Ergebnisse im Unterschied bei 10tel oder 100stel Sekunden. Dieter hatte eine Superzeit, aber beim Weitsprung fiel das letzte Element, auch der zweite Lauf war nicht gelungen. Das Einzelfinale rückte zunächst einmal in weite Ferne.

Am Samstag hatte Dieter nun noch zwei Mal die Chance, das Einzelfinale doch noch zu erreichen. Der Jumping war nicht schwer, aber sehr anfällig für Abwürfe. Dieter entschloss sich dieses Mal, kein Risiko einzugehen und Báisha nicht zu schnell zu führen, das brachte ihn auf Rang 7. Damit war er fürs Finale qualifiziert.

Am Sonntag, 23. Mai war das Finale. Der Parcours war anspruchsvoller wie die Tage zuvor. Es begann mit dem Jumping. Dieter verschätzte sich beim Abstand am Tunneleingang und zog seinen Hund am Tunnel fast vorbei. Der Richter quittierte dies mit einer Verweigerung. Damit war das Finale gelaufen, da man mit einem Fehler bereits abgeschlagen war. Durch einen weiteren Fehler an der Mauer landete Dieter im Mittelfeld.

Diese Weltmeisterschaft der Belgier war für Dieter und Báisha sportlich gesehen wieder einmal der Höhepunkt des Jahres. Der Zusammenhalt und die Stimmung in der deutschen Mannschaft war toll – es kam ein richtiges „Teamfeeling“ auf.

Für Dieter war das der 3. Belgier-Weltmeisterschaftslauf in Folge. Wenn Báisha ihre Form beibehält, so wird es Dieter wieder versuchen, nächstes Jahr dabei zu sein.

Wir alle drücken Dieter die Daumen, dass er die Qualifikation für nächstes Jahr schafft und gratulieren ganz herzlich zum 3. Platz in der Mannschaftswertung aber auch für die beachtliche sportliche Leistung im Einzellauf.